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22. Internationaler Läuferzehnkampf 2005
− Potsdam −
Presse- und Erlebnisberichte

Das besondere Laufereignis

LEICHTATHLETIK / Internationales Feld über zehn verschiedene Strecken in Potsdam

HORST SPERFELD

Gunther Beyer hat seinem berühmten Sohn etwas voraus. Seit zehn Jahren nimmt der mittlerweile 70-Jährige bereits am internationalen Läufer-Zehnkampf teil und bereitet sich auch jetzt gerade wieder darauf vor. Vom 5. bis 8. Mai kann er sogar in der Wahlheimatstadt seines Sohnes diese außergewöhnliche Prüfung in Angriff nehmen. Sohnemann Olaf, aus Grimma stammender Sportlehrer in Potsdam mit dem ewigen Markenzeichen Europameister über 800 Meter von 1978 in Prag, ist der Cheforganisator der 22. Auflage. "Eines geht nur, mitmachen, oder die Zügel in der Hand halten", sagt der 47-Jährige mit etwas Wehmut.

Doch das Gefühl, in vier Tagen zehn Strecken vom 60-m-Sprint bis zum langen Kanten 10.000 m zu absolvieren und das auch noch toll zu finden, hat auch Olaf Beyer schon dreimal auskosten können. Dass es diesmal nicht geht, ist eigene Schuld. "Wir haben uns darum beworben", benennt er den Grund und setzt das Wir dabei für den Potsdamer Laufclub (PLC). Gewinnen konnte er diese Art Krönung der Läufer zwar noch nicht, doch sieht er sich und seine Mittelstrecklerkollegen da schon im Vorteil. "Ein Sprinter hat es schwer, die 10.000 Meter zu laufen, wir sind auch im Ausdauerbereich gut", lautet die einfache Erklärung.

Bisher wollen rund 100 Hobbyläufer aus vier Ländern am 5. Mai dabei sein, wenn um 11 Uhr im Luftschiffhafen der einst in Österreich erdachte Wettbewerb beginnt. Viel mehr Teilnehmer würde so eine Konkurrenz auch kaum vertragen. "Um die 200 wären die Schmerzgrenze, weil man ja in jeder Disziplin mehrere Läufe ansetzen muss", sagt Beyer, lässt damit aber die Möglichkeit für Nachmeldungen bis zum ersten Start offen. Gewertet wird nach einer Punktetabelle und in verschiedenen Altersklassen.

Rund 7000 Euro kostet das etwas andere Laufspektakel, das interessant ist, aber nicht die Zuschauer in Scharen anziehen dürfte. Unterstützung bekommt der PLC mit einem Zuschuss vom Land und einer noblen Spende von Autohaus-Besitzer Willi Klaus aus Jüterbog. Er ist derzeit der erfolgreichste Seniorensportler im Territorium mit zahlreichen internationalen Meriten für Lok Potsdam und startet auch.

Märkische Allgemeine http://www.maerkischeallgemeine.de/, 27.04.2005

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